Der Lebenszyklus eines Distelfalters (Projekt der 3. Klassen)
Niederbachem, 25.10.2025. Liebe Leserinnen und Leser,
ich berichte euch über unser Thema im Sachunterricht: der Distelfalter. Als Erstes mussten wir uns sehr gut die Hände waschen, weil wir eine Säure an den Händen haben, die die Raupen nicht vertragen. Danach mussten wir das Futter platt drücken. Das war ziemlich ekelig.
Wir haben auch so einen Übersichtsplan gehabt, in den unsere Klassenlehrerinnen eingetragen haben, was sich schon alles getan hat. Es war sehr interessant, als wir uns ein Video über die Raupe angeguckt haben. In ihrem ganzen Raupenleben häutet sie sich vier Mal. Ich erkläre euch mal, was da passierte. Die Raupe frisst und frisst und dann platzt ihre Haut auf – wie wenn eure Jacken zu klein werden. Dann zieht ihr sie lieber aus. Aber die Raupe hat neue Haut unter der alten Haut. Ziemlich praktisch, oder?
Die Raupe entwickelt sich weiter. Jetzt sind die Raupen schon ein bisschen bei uns und die meisten Raupen habe ihre 4. Häutung hinter sich. Viele haben sich in eine J-Form aufgehängt. Das heißt, sie verpuppen sich bald. Wenn alle verpuppt sind, müssen wir sie in Ruhe lassen und dürfen nicht schreien.
Nach ein paar Tagen ruft plötzlich unsere Klassenlehrerin mitten in der Frühstückspause: „Es ist ein Schmetterling geschlüpft!“ Alle Kinder rennen auf den Flugkäfig zu und der Schmetterling sieht so schön aus. Jetzt legen wir ab und zu Orangenscheiben rein und zum Saugen Schwämme mit Zuckerwasser. Das ist die Nahrung für die Distelfalter.
Dann kommt der traurige, aber auch schöne Moment, wo wir die Schmetterlinge freilassen müssen. Wir dürfen sie sogar auf die Hand nehmen. Das fühlt sich lustig und weich an.
(Elli V., 8 Jahre)